Schutzhundesport

Was ist Schutzhundesport?

Beute jagen, und verteidigen war für den Urahn des Hundes lebensnotwendig.

schutz1Diese Verhaltensweise ist bei den meisten unserer Haushunde noch stark ausgeprägt, und genau darum geht es im Schutzhundesport. "Dreh- und Angelpunkt" ist der Hetzarm (Beute). Ihn möchte der Hund jagen, fangen und erkämpfen. Der Figurant ist Spielkamerad und Konkurrent, denn so leicht gibt er seine "Beute" nicht her.

Warum Schutzhundesport und Schutzhund?

Diese Frage wird oft gestellt. Weshalb sollte ein Privatmensch Schutzhundesport betreiben?
Zuerst einmal: Ein Privatmensch sollte keine Waffe besitzen - weder aus Metall noch aus Fell.
Kein Tier darf auf einen Menschen oder ein Tier abgerichtet werden.
Und: ein Hund lernt nicht erst im Schutzdienst schützen. Dies tut jeder Hund mit guter Bindung an seinen Menschen, Der Sporthund lernt im Schutzdienst lediglich, auf bestimmte schematische Situationen zu reagieren, die aber genau so im normalen Leben gar nicht vorkommen.


Für wen eignet sich der Schutzhundesport?

Schutzhundesport bietet sich für Sportfreunde an, die mit Ihrem Hund bereits einen Grundgehorsam erarbeitet haben. Es ist z.B. nicht so leicht, den geliebten Hetzarm bei "Aus" los zulassen oder erst um um mehrere Verstecke zu laufen, obgleich der "Hund" genau weiß, wo der "Kumpel mit dem Hetzarm" steht. Der Hund sollte gesund sein, gerne spielen und kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen im normalen sozialen Umgang zeigen.

Noch etwas sehr wichtiges: Ziel des Schutzdienstes ist es nicht, Hunde gegenüber Menschen aggressiv zu stimmen. Angeborenes Verhalten wird ausgelebt und durch zuverlässigen Gehorsam abgesichert. Bei richtiger Ausbildung ist Schutzdienst eine interessante Aufgabe und ein tolles Erlebnis für Hund und Hundeführer. Der Hund kann sich ausleben wird selbstbewusst, behält aber trotzdem seine Beißhemmung und Menschenfreundlichkeit.
Und auch der Hundeführer profitiert davon, denn Schutzhundesport ist eine der interessantesten Sparten im Hundesport.

 

Konkret:

Diese Sportart besteht aus drei Abteilungen.

Abteilung A: Fährtensuche

Abteilung B: Unterordnung

Abteilung C: Schutzdienst

Voraussetzung um an einer Schutzhundeprüfung teilnehmen zu können, ist das vorherige Ablegen einer Begleithundeprüfung.

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